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Kinder Geschichten

Lara ist jetzt groß

Die Eltern der 2,5 jährigen Lara möchten gerne, das Lara keine Windeln mehr trägt. Aber Lara ist davon gar nicht begeistert. Schließlich bekommt ihre Puppe Lulu ja auch immer welche um, und deshalb will sie auch welche.
Lara´s Eltern versuchen alle möglichen Tricks um Lara dazu zu bewegen auf das Töpfchen zu gehen, aber Lara weigert sich dagegen. Schließlich geben die Eltern erst mal auf.

Nach ein paar Wochen, in denen Lara immernoch nicht auf dem Töpfchen war, wird sie im Kindergarten angemeldet.

Lara´s erster Tag dort ist ganz schrecklich für sie, denn sie hat ihre Lulu zu Haus vergessen, und dann wird sie noch von den vielen anderen Kindern gehänselt, weil sie noch eine Windel trägt. Lara weint so lang, bis sie von ihrer Mutter wieder abgeholt wird.

Lara´s Mutter hat eine Idee und fährt mit der Kleinen in einen ganz großen Spielzeugmarkt. Dort geht sie mit Lara in die Puppenabteilung und zeigt Lara ein Töpfchen für ihre Puppe Lulu. Lara findet das Töpfchen ganz toll und so kauft es ihr ihre Mutter.

Zu Hause probiert sie das Töpfchen gleich aus und setzt ihre Puppe darauf. Nach ein paar Minuten versucht sich Lara ganz allein auszuziehen um sich auf ihr eigenens Töpfchen zu setzen.
Schließlich macht Lara so das erste Mal Pipi ins Töpfchen. Lara´s Mutter ist begeistert.
Lara geht nun immer zusammen mit ihrer Puppe Lulu aufs Töfchen. Auch in den Kindergarten darf sie ihre Lulu nun mitnehmen. Es dauert nicht sehr lang bis die kleine Lara trocken wird und keine Windel mehr braucht. Im Kindergarten gehört sie nun auch zu den Großen, die keine Windeln mehr tragen.
Bei allen kleineren Kindern, die gerade lernen trocken zu werden setzt Lara nun immer ihre Puppe Lulu mit ihrem Töpfchen daneben. Denn die kleinen Kinder sollen ja das Trocken werden genauso lernen, wie es Lara getan hat.

Lara´s Eltern sind begeistert, das es nun doch so gut geklappt hat mit dem Trocken werden und Lara selbst freut sich auch, das sie nun groß ist, und keine Babywindel mehr braucht.

 

Ein kleiner Held mit großen Flügeln

Es war ein wundervoller Sommertag und der kleine Spatz Piepmatz flog gemeinsam mit seiner Freundin Lissi über die schöne Blumenwiese. Lissi, die kleine Blaumeise, hatte riesigen Spaß daran, mit Piepmatz umherzufliegen. Heute wollten sie Felix, das Fuchsbaby, und das Storchenkind Thore besuchen. Gemeinsam wollten sie Verstecken spielen. Das machte richtig viel Spaß, denn im Wald gab es eine Menge schöner Verstecke.

Zur gleichen Zeit machte es sich das Entenküken Watschel neben dem großen Schäferhund Rex bequem. Rex war der Hofhund des großen Bauernhofes, der sich direkt neben der Blumenwiese befand. Mehrmals am Tag machte Rex seine Runde, um zu sehen, ob es den Tieren auch wirklich gut ging. „Komm mal mit, Watschel, ich möchte Dir die kleinen Ferkel zeigen, die gerade geboren wurden.“ „Au ja, Rex, die möchte ich sehen.“ „Schau mal, hier sind wir schon im Schweinestall. Das frechste, der neugeborenen Ferkel ist der kleine Percy. Er liebt es, im Schlamm zu spielen und kann gar nicht genug davon bekommen.“  Sie gingen weiter zu den Hühnern, den Kühen und den Gänsen. Alles war in bester Ordnung.

Vor der Scheune schlief das Baby des Bauern in seinem Kinderwagen. Da es heute besonders heiß war, schob der Bauer den Kinderwagen mit seiner kleinen Tochter in die Scheune hinein. Hier war es etwas kühler, und das Baby fühlte sich pudelwohl an seinem schattigen Plätzchen in der Scheune. Nicht weit vom Kinderwagen entfernt lag die Brille der Bäuerin im Stroh, und obwohl der Bauer und die Bäuerin sie überall gesucht hatten, konnten sie sie bisher nicht wiederfinden. Der Bauer schaute noch einmal nach dem Baby, und als er zur Scheunendecke blickte, nahm er sich vor, gleich am nächsten Tag das große Loch im Dach zu reparieren. Das Baby schlief mittlerweile tief und fest und der Bauer beschloss, noch ein wenig im Gemüsegarten zu arbeiten.

Durch das Dach der Scheune trafen die heißen Sonnenstrahlen auf die im Stroh liegende Brille der Bäuerin. Und plötzlich passierte es. Die Brille wirkte wie ein Brennglas und entzündete das Stroh. Rex war der Erste, der bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Er bellte laut und lief zum Gemüsegarten, um den Bauern zu warnen. Watschel flog zur Scheune und sah, wie schnell sich das Feuer ausbreitete. Der Kinderwagen mit dem Baby, der mitten in der Scheune stand, war bereits von den Flammen eingeschlossen. Wie sollte der Bauer da durchkommen, um das Kind zu retten? Blitzschnell traf Watschel eine Entscheidung. Er musste Piepmatz und seine Freunde holen. Gemeinsam konnten sie es schaffen, das Baby zu retten. Watschel flog also los. Kurze Zeit später hatte er Piepmatz gefunden. „Piepmatz, Piepmatz, wir brauchen Hilfe! Die Scheune des Bauern brennt und das Baby ist in seinem Kinderwagen darin eingeschlossen.“ „Dann lasst uns keine Zeit verlieren.“

Piepmatz, Lissi, Watschel und Thore flogen so schnell, wie sie noch nie geflogen waren, zum Bauernhof. Von Weitem konnten sie schon erkennen, dass die Flammen immer höher schlugen und der Bauer immer verzweifelter wurde. „Wir müssen irgendwie zum Baby gelangen und es herausholen, sagte Lissi. „Aber wie denn nur?“ fragte Watschel verzweifelt. Da kam Thore eine Idee. „Wir fliegen durch das Dach und holen das Baby heraus.“  „Aber es ist doch so schwer, entgegnete Lissi.“ „Wir müssen es versuchen,“ sagte Piepmatz, und schon erhoben sie sich in die Lüfte, sahen die Lücke im Dach und flogen direkt zum Kinderwagen. Dort angekommen wickelten sie das Baby in die Bettdecke ein, und Thore machte einen festen Knoten. Mit schier unglaublichen Kräften hob das kleine Storchenkind das Baby an. Sie mussten sich nun beeilen, denn die Flammen kamen immer näher auf das Baby und die Freunde zu. Obwohl das Baby sehr schwer war, nahm Thore das Bündel mit dem Kind in den großen Schnabel und flog es unter kräftigem Flügelschlagen immer höher. Thore hatte kaum noch Kraft, aber er durfte nicht aufgeben. Lissi und Piepmatz halfen mit ihren Schnäbeln so gut sie konnten. Die Flammen schlugen immer höher, aber schließlich schafften sie es. Sie erreichten das Loch im Dach, und Thore flog mit dem Baby aus den lodernden Flammen heraus.

Das Gesicht des Babys war verrußt, aber es begrüsste die Freunde mit einem strahlenden Lächeln. Es war eben erst aufgewacht und hatte von der ganzen Aufregung gar nichts mitbekommen. Überglücklich schloss der Bauer seine kleine Tochter in die Arme, nachdem Thore sie vorsichtig vor ihm abgelegt hatte. Der kleine Storch war der Held des Tages. Ohne ihn hätten sie es nie geschafft.